• Stephanie Biebel

LinkedIn: Social selling Fail

Ich bin ja selbst kein Fan von Social Selling, weil es so durchschaubar und meistens auch plump ist, aber ab und zu gebe ich dem Ganzen dann doch eine Chance. Hier ein Beispiel und warum man es so nicht macht ;-)


Hallo Stephanie,


danke für die Kontaktaufnahme. Ich sehe du arbeitest als Director Business Development bei WeAreDevelopers und ich wollte kurz fragen, ob ihr Interesse habt neue Kunden zu generieren mithilfe unserer AI basierten & DSGVO-konformen Leadgenerierungs-Maschine. Wir sind ein Unternehmen aus San Francisco, welches seit kurzem in Deutschland aktiv ist.


Stephanie, ich würde mich sehr gerne kurz mit dir austauschen. Wir arbeiten bereits mit ähnlichen Unternehmen wie WeAreDevelopers und ich denke, dass unsere Lösung für euch sehr von Nutzen sein wird.


Kann ich Dir meinen Kalender schicken?


Beste Grüße

Brian

Soweit so gut - ansich ein gutes erstes Intro - warum?

1) Er kann schon mal lesen und stellt einen Bezug zu meiner Position her

2) Er reißt an, was sie machen

3) Er kommt schnell zum Punkt


Was könnte besser sein?

Er könnte konkreter machen, wie sie Kunden helfen, anstatt das Produkt zu beschreiben:

Wir helfen Unternehmen vor allem im Start-up Bereich AI basiert schneller und effizienter Leads zu generieren (natürlich DSGVO konform).


Somit kann man das Ganze in zwei Sätze zusammenfassen und gleichzeitig Mehrwert schaffen. Die Information bez. San Francisco/Deutschland empfinde ich als nicht relevant und könnte man weglassen. Je kürzer und schneller am Punkt, desto besser.


Aber gut - an sich war es eine super Intro. Ich habe auch retour geschrieben, dass ich Interesse habe und mir das gerne anhöre. Dann folgte diese Antwort:

Danke, meine Kollegin Katherine wird Ihnen die Einladung für Dienstag 11 Uhr MEZ schicken. Ich freue mich darauf, mit Ihnen zu sprechen.

Hoppla was ist denn jetzt passiert? Jetzt sind wir plötzlich beim per sie wo Brian doch vorher per du war - zeigt von wenig Aufmerksamkeit dem anderen Gegenüber. Des Weiteren war ich irritiert, dass nun eine andere Person ins Spiel kommt, aber dachte mir evtl. ist es ja die Assistentin - auch fein.


Katherine hat mir dann nicht nur den Invite geschickt, sondern auch den Termin abgehalten. Man ist rein gar nicht darauf eingegangen, wo Brian eigentlich ist und warum sie nun den Call macht. Darüber hätte ich noch hinwegsehen können, wenn sie auch ein Verkaufsgespräch hätte leiten können. Katherine war augenscheinlich sehr unerfahren und hat den Pitch schnell hinter sich gebracht, ohne in irgendeiner Form auf mich oder meine Bedürfnisse einzugehen.


Niemand hat mich im Vorfeld richtig qualifiziert somit habe ich eine 0815 Demo bekommen. Auch im Gespräch hat Katherine meinen Bedarf nicht hinterfragt. Nicht mal eine einzige Frage - ich kanns ehrlich auch noch immer nicht glauben. 15 Minuten Monolog über die AI-basierte Lösung, die für mich null Relevanz hatte, weil wir ein ähnliches Tool bereits im Einsatz hatten.


Fazit:

Ich habe das Ganze dann abgebrochen und klar zu verstehen gegeben, dass es für uns nicht in Frage kommt. Katherine hat mir in der Situation leidgetan, weil es die Aufgabe ihres Managers gewesen wäre hier besser zu agieren und sie nicht in so eine Situation laufen zu lassen. Wir waren alle mal Junior und hatten unsere Lernkurven aufgrund solcher Erlebnisse, aber dieses hat weder dem Unternehmen noch mir einen Benefit gebracht.


14 Ansichten

Ähnliche Beiträge

Alle ansehen